Partnerschaftskomitee Beuel-Mirecourt begleitet den Zug der Wäscherprinzessin mit einem eigenen Wagen.
Die „Freudentränen“ von oben
konnten die gute Laune der deutsch-französischen Gruppe nicht verderben.
Der blau-weiße Prunkwagen war schon von weiten zu sehen und zu hören, da auf ihm die Blaskapelle „Harmonie“ aus Mirecourt stand und den ganzen Zug über fetzige Musik spielte. Hin und wieder mussten die Blasinstrumente ausgeschüttelt werden, wenn es der Regen etwas zu gut meinte, aber trotzdem spielten die Musiker und Musikerinnen mit großer Begeisterung weiter.
Mit insgesamt 69 Teilnehmer und Teilnehmerinnen war die deutsch-französische Gruppe unterwegs, alle mit einem roten Poncho bekleidet mit den beiden Flaggen drauf und Baskenmützen auf dem Kopf. 22 Ponchos sind extra dafür von „unserer“ Wäscherprinzessin Lucie I. (Claude, 1994) ehrenamtlich genäht worden, die jetzt im Fundus des Vereins sind und bei nachfolgenden Umzügen wieder verliehen werden können. Angeführt wurde die Gruppe aus Mirecourt vom Vorsitzenden des Mirecourter Komitees, Bernard Schmitt und dem Bürgermeister aus Mirecourt, Yves Séjourné. Neben der Harmonie gab es wieder eine Abordnung der Fußballer aus Mirecourt unter Leitung von Sylvain Rivot, die schon karnevalserfahren waren und alle Neulinge durch ihre Begeisterung mitgerissen haben.
Am Vorabend wurde die deutsch-französische Gruppe im festlich geschmückten Saal im „Hotel zur Post“ von der Wäscherprinzessin Sabrina I. und der LiKüRa-Prinzessin Isabel I. mit ihrer jeweiligen Equipe besucht, was immer zu den Highlights im Programm gehört. Bürgermeister Yves Séjourné bekam durch den Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Beuel, Ralf Birkner und dem Bezirksbürgermeister, Guido Pfeiffer eine „Beuel-Kappe“ geschenkt, sozusagen als Trost, wie Birkner erklärte, weil Männer in Beuel nichts zu sagen haben.
Nach dem Weiberzug am Donnerstag durfte die Gruppe mit der Wäscherprinzessin Sabrina I. bei dem Weiberkomitee „Fidele Reisetanten“ einziehen, wobei die Harmonie das Lied von den Bläck Föös „Unsere Stammbaum“ zusammen mit Gregor Kess und das Geburtstagsständchen für die Obermöhn Ina Harder, die an diesem Tag ihren Geburtstag feierte, spielen durfte. Besonders berührend war in dem Zusammenhang die Begegnung mit Bömmel Lückerath, Gründungsmitglied der Bläck Föös, als er erfuhr, dass „Unsere Stammbaum“ die Hymne der Städtepartnerschaft ist. Alle waren begeistert von den 300 Frauen, die dort gut gelaunt feierten, und der Tatsache, dass die Männer helfen oder auftreten dürfen, aber nicht als Gast im Saal sitzen können.
Weitere Programmpunkte bildete eine Führung durch die Sonderausstellung im Heimatmuseum zu der Geschichte der Weiberfastnacht, die offizielle Einweihung des Beuel-Mirecourt-Fensters am Beueler Rathaus und ein Konzert der Harmonie im Seniorenheim Herz-Jesu-Kloster in Ramersdorf. „Die Harmonie hat dort mitreißend gespielt und die Bewohner und Bewohnerinnen sichtlich berührt,“ erzählte die Vorsitzende des Beueler Komitees, Regina Haunhorst. „Wir haben in den Tagen so viele wunderbare gemeinsame Momente erleben dürfen, was wir vor allem vielen Helfer und Helferinnen und Unterstützung aus Mirecourt und Beuel zu verdanken haben!“ Besonders stolz ist Haunhorst darauf, dass der Deutsch-Französische Bürgerfonds das Gesamtprogramm für die drei Tage als so ausgewogen betrachtet hat, dass sich die deutsch-französische Gruppe über eine finanzielle Unterstützung freuen darf und somit die Kosten auf beiden Seiten reduziert werden können.