Verleihung der Ehrenbürgerschaft von Mirecourt

Verleihung der Ehrenbürgerschaft von Mirecourt für die ehemaligen Bürgermeister Hans Lennarz und Konrad Löhlein

Nach drei Jahren Pandemie reisten 45 Freunde der Städtepartnerschaft mit dem Partnerschaftskomitee Beuel zu den Freunden nach Mirecourt.

Es waren sehr emotionale Momente, als der Bürgermeister von Mirecourt, Yves Séjourné, am Samstagabend vor den Gästen aus Beuel und vielen Freunden aus Mirecourt ankündigte, dass die Stadt Mirecourt die Ehrenbürgerschaft an Hans Lennarz und Konrad Löhlein verleihen möchte. Für den im letzten Jahr verstorbenen Hans Lennarz wurde die Medaille von der Witwe des ehemaligen Bürgermeisters Jacques Zimmermann an seinen Sohn Georg Lennarz überreicht, der einige persönliche Zeilen mit Erinnerungen über seinen Vater bzw. seine Eltern verlas und den Dank der Familie Lennarz ausdrückte. Konrad Löhlein wurde von der Ehrung völlig überrascht und freute sich sichtlich bewegt, als ihm die Medaille von dem ehemaligen Bürgermeister aus Mirecourt und langjährigem Freund René Fritz übergeben wurde.

Yves Séjourné würdigte das jahrzehntelange Engagement der Beiden, die sich unermüdlich für die Städtepartnerschaft und die deutsch-französische Aussöhnung engagiert haben. In seinen Worten erinnerte Séjourné an die jetzige sehr gefährliche Situation in Europa, was durch einen Krieg erschüttert wird, von dem man glaubte, dass es niemals wieder passieren würde. Umso mehr appellierte er an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Saal, sich weiter für Verbindungen zwischen den Menschen verschiedener Nationen zu engagieren, sich zu treffen, gemeinsam schöne Dinge zu erleben und auf den anderen zuzugehen.

Er schloss mit den Worten, die Hans Lennarz zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft 1994 wählte:

„Dass die Städtepartnerschaft fortbesteht, dass sie wächst, das ist mein Wunsch für diese Partnerschaft mit dem einzigartigen Ursprung dieser Friedensglocke, die wie am Anfang die gleiche Botschaft verkündet, wie Friedrich SCHILLER in der letzten Zeile von „Die Glocke“.

 

DER FRIEDE SEI IHR ERSTES LÄUTEN

 

Die Gruppe des Partnerschaftskomitees war am Freitagmorgen bei strahlendem Sonnenschein unter Leitung des Organisationsteams Regina Haunhorst, Thomas Fricke, Ingrid Lenze und Klaus Bayer zur Fahrt nach Mirecourt aufgebrochen, mit einem Stopp auf der Hinfahrt im Museum Hackenberg, um an einer Führung in einem gut erhaltenen Teil der Maginot-Linie teilzunehmen. „Es sollte uns vor Augen halten, was für riesige Verteidigungsanlagen für Kriege gebaut worden sind und natürlich mussten viele an die aktuellen Bedingungen von Menschen und Soldaten denken, die sich in den umkämpften Gebieten der Ukraine verschanzen müssen,“ sagte Regina Haunhorst. Die Reisegruppe war mit langjährigen Weggefährten und zahlreichen Erstfahrern zusammengesetzt, so wie es der verstorbene ehemalige Vorsitzende Hans Lennarz immer gerne gesehen hatte. In Mirecourt wurden sie wie immer mit großer Herzlichkeit empfangen und so bedankte sich Haunhorst im Namen des Komitees sehr herzlich für den warmherzigen Empfang, die Unterstützung von Bernard Schmitt, Lucie Claude und der Stadt Mirecourt.

Am Samstag bot sich die Gelegenheit, die Museen in Mirecourt zu besichtigen, anschließend an einer wunderbaren Führung im Bierbrauereimuseum Villon-sur-Illon teilzunehmen und am Sonntag stand abschließend eine Besichtigung von Nancy auf dem Programm.

Der Abschied fiel wie immer schwer und insofern freuten sich alle, als Lucie Claude, „unsere Wäscherprinzessin von 1994“, ankündigte, dass sie mit einer Delegation zu Pützchens Markt kommen möchte.

Es folgen weitere Bilder am Wochenende!